TopNews

02.07.2020
ELATION beleuchtet Drive-In-Konzertserie in Monheim
DRIVE.IN Concerts Monheim ist eine neuartige Veranstaltungsreihe, bei der die Zuschauer ihre Autos wie in einem Autokino vor der Bühne parken. Die Konzertreihe erstreckt sich über den gesamten Mai und Juni und präsentiert eine Vielzahl von Live-Acts und DJs. Das Bühnen-Setup beherbergt zahlreiche Scheinwerfer von ELATION Professional...mehr
03.06.2020
Webspecial: Beleuchtungslösungen für Livestreams und Studioanwendungen
Livestreams haben zweifellos gerade Hochkonjuktur. Falls auch Sie sich mit dem Gedanken tragen live zu gehen oder ein entsprechendes Kundenprojekt umsetzen möchten, haben wir in unserem aktuellen Webspecial für die verschiedensten Anwendungssituationen und Budgets eine Reihe von attraktiven Lösungen zusammengetragen...mehr
07.05.2020
LMP Lichttechnik startet Online-Angebot "LMP [college] Gin & Technik Online"
LMP startet mit "LMP [college] Gin & Technik Online" ein neues Online-Angebot, um den Kontakt mit Anwendern zu halten und wieder zu intensivieren. Ab dem 13. Mai 2020 geht das LMP-Team im wöchentlichen Turnus live und lädt alle Interessierten herzlich dazu ein...mehr

 

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ChainMaster

ELATION Professional

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High End Systems

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LSC Lighting Systems

LumenRadio

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Interview mit LMP-Gründer Uli Petzold zum 40. Firmenjubläum

Anfang des Jahres führten wir mit LMP-Gründer Uli Petzold ein Interview anlässlich des 40. Firmenjubiläums, das wir in diesem Jahr begehen. Im Interview, geführt noch bevor das Coronavirus in Deutschland ein Thema wurde, spricht Uli auch über die zahlreichen Auf und Abs, nicht ahnend, dass das nächste Tief schon um die Ecke lauerte. Das Interview erschien in der Ausgabe 1/2020 der LMP [access]. Da es immer Spaß macht Uli zuzuhören, veröffentlichen wir das Interview hier noch einmal separat. Viel Spaß beim Lesen!

2020 wird LMP Lichttechnik 40 Jahre alt. Genau die richtige Zeit, um mit Firmengründer Uli Petzold über Vergangenheit und Zukunft des Unternehmens zu sprechen.

LMP [access]: Uli, herzlichen Glückwunsch zu sage und schreibe 40 Jahre LMP! Aus welcher Motivation heraus haben du und deine damals drei Partner 1980 LMP gegründet, und welche Erwartungen hast du persönlich daran geknüpft?

Uli Petzold: Ich war seit 1974 bei Musik Produktiv tätig. Mit der Zeit verkauften wir dort immer mehr Lichttechnik – und ich entdeckte das Licht für mich. Und es war eine gute Zeit, das Licht zu entdecken, fiel es doch in die große Disko-Zeit. Immer mehr Diskothekenbesitzer kamen damals zu Musik Produktiv auf der Suche nach aktuellen lichttechnischen Lösungen. Irgendwann war der Punkt erreicht, wo wir alle das Gefühl hatten, dass das wachsende Lichtgeschäft nicht mehr zur auf Musiker fokussierten Ausrichtung des Unternehmens passte. Wenn man das Thema Lichttechnik erfolgreich weiterentwickeln wollte, muss man es aus der MI-Sparte lösen.

1979 boten mir dann Günther (Zierenberg, Inhaber von Musik Produktiv, Anm. d. Red.) und August Lambrecht an, eine Lichtfirma zu gründen und für diese die Geschäftsleitung zu übernehmen. Ich habe sofort ja gesagt. Die Produkte waren innovativ und es war viel Bewegung in diesem Markt.

LMP [access]: LMP im Jahr 1980 – wie sah das aus?

Uli Petzold: 3 Büro-Garagen – immerhin mit Fenstern und einem richtigen Eingang. Mein kleines Büro und zwei Lagerräume.

LMP [access]: In jeder Firmengeschichte gibt es Meilensteine, die ganz viel verändert und neue Wege geebnet haben. Aus deiner Sicht, was waren solche Meilensteine in der Entwicklung von LMP?

Uli Petzold: Wir fingen an, indem wir Licht an Bands und Diskotheken verkauften. Ich war damals selbst Musiker und hatte verstanden: Bands, die ein bisschen Lichtshow dabei haben, werden besser gebucht.

Und auch Diskotheken boomten zu der Zeit. Diese brauchten vor allem bewegtes Licht mit engem Beam. Wir haben damals voll analog angefangen. Der nächste technologische Schritt war dann die Möglichkeit, Szenen auf einem Lichtmischpult zu speichern. Das war revolutionär. Und die großen Bands bekamen individuelle Lichtshows, die live und am Bildschirm großen Eindruck machten.

1985 haben wir uns etwas getraut und ein großes Gebäude gebaut. Das war eine 2.500 qm große Halle, die auch einen größeren Demo-Raum beherbergte. Dieser Raum war aber eigentlich eine riesige Diskothek, die wir in erster Linie betrieben, um den Bau des Gebäudes zu finanzieren. August und ich hatten uns das durchgerechnet: 1.000 Leute am Wochenende würden reichen, um die Bude nach fünf Jahren abbezahlt zu haben. Die Disko war letztlich ein weit größerer Erfolg. Und die Disko half uns auch ganz erheblich dabei, Projekte zu verkaufen.1989 ist der DMX-Standard eingeführt worden. Das war unser aller Missing Link gewesen. Die Einführung von DMX war so wichtig, weil es ein hohes Maß an Freiheit in die Lichtsteuerung brachte. Das war der Ausgangspunkt für ganz viele wesentliche Weiterentwicklungen in unserer Branche.

Im Januar 1986 lernte ich in Las Vegas auf der Messe „Club&Bar“ im Bally's die gerade erst neu gegründete Firma HIGH END SYSTEMS (HES) kennen, die dort kleine Lasersysteme ausstellten. Damit war der Grundstein für die spätere Distribution der Marke gelegt, die uns wiederum einen Riesenschub geben sollte.

LMP wuchs schnell und baute 1990 an und um: Im ersten Bauabschnitt haben wir ein 500 Quadratmeter Kaltlager mit zentraler Warenanlieferung fertig gestellt. 1996 übernahmen wir mit MILOS den Vertrieb einer damals kleinen, tschechischen Traversenmarke. Heute ist MILOS Marktführer.

2002 ereilte uns ein ziemlich herber Rückschlag. Nach einigen Diskrepanzen, gab LMP den Vertrieb von HIGH END SYSTEMS auf. Kurz darauf sicherten wir uns die deutschlandweit exklusiven Vertriebsrechte an ROBE-Produkten. ROBE – das hieß für uns im Grunde Neustart mit einer wiederum unbekannten Marke. In knapp 15 wirklich guten Jahren haben wir ROBE zu einer der führenden Marken im professionellen Segment entwickelt und bei dieser Gelegenheit aufs Neue bewiesen, dass wir ein neues Brand handeln können. Auch diese Zeit hat uns enorm nach vorne gebracht. Viele wichtige Kontakte konnten geknüpft werden. 2016 kündigte ROBE uns plötzlich und unerwartet die Zusammenarbeit auf. Ich will nicht verhehlen, das war ein ziemlich herber Schlag.

Viele Marktbeobachter haben uns damit schon am Ende gesehen, aber wir haben nie ernsthaft ans Aufgeben gedacht. Stattdessen sind wir Ende 2016 zur LDI Show nach Las Vegas gefahren – und mit dem Distributions-Deal für ELATION zurückgekommen. Ich kannte die Personen hinter der Marke schon lange und das passte einfach von Anfang an. LMP war also nicht nur nicht tot, sondern erschien auf der Prolight + Sound 2017 mit einem neuen Partner, der auch noch IP-65-zertifizierte Movinglights mitbrachte, die damals noch kein Mensch gesehen hatte! ELATIONs Proteus-Serie ist mittlerweile unangefochtener Branchenstandard und auch der Markt merkt langsam, dass die Innovation bei ELATION gigantisch ist.

LMP [access]: Du hast die vollen 40 Jahre miterlebt. Wie hat sich die Rolle des Vertriebsunternehmens über die Jahre geändert?

Uli Petzold: Es ist natürlich total viel passiert in diesen vier Jahrzehnten. Wir haben in einem semi-professionellen Markt angefangen und sind mittlerweile in einem hochprofessionalisierten Umfeld zu Hause. In den Jahren 2005/2006 haben wir außerdem festgestellt, dass wir uns bewegen und einen starken Außendienst aufbauen müssen, den wir übrigens zum 1.1.2020 nochmals verstärken konnten. Diese Investition hat sich definitiv bezahlt gemacht. Jetzt sind wir noch näher an den Kunden dran und hören aus erster Hand, was gebraucht und gefragt ist.

Das wiederum versetzt uns in eine Vermittlerrolle zwischen Anwendern und Herstellern. Wir fangen die Stimmen des Markes ein, verdichten alles zu einem stimmigen Eindruck und geben wichtiges Feedback an unsere Lieferanten. So entstehen Produkte, die einen Nerv treffen und gute Chancen am Markt haben. Nicht zuletzt spielen die Kontakte zu Lichtdesignern und Key Accounts heute eine sehr große Rolle. Auch das gab es in der Form vor 40 Jahren noch nicht.

LMP [access]: Auch LITECRAFT wird dieses Jahr 40. Was ist deiner Meinung nach ausschlaggebend für den anhaltenden Erfolg dieser LMP-eigenen Marke?

Uli Petzold: Das waren und sind unsere Eigenentwicklungen. Wir haben immer Schritt gehalten mit der Entwicklung der LED-Technik. Wir waren die ersten, die 1-Watt-LEDs unter Linsen hatten, und auch einer der ersten Anbieter, die einen eigenen SMD 4-Farb 10-Watt-Chip hatten.

Mit LITECRAFT haben wir immer in den Markt reingehört. Bunte Lampen hatte damals schon jeder, aber wir hatten bessere Linsen als jeder andere. Wir hatten in der PowerBar 4 auch die ersten asymmetrischen Linsen und als einer der ersten RGBWA-Farbmischung. Hier ist also viel Pionierarbeit geleistet worden.

Ganz wesentlich für den Erfolg der Produkte war aber auch unsere eigene, über alle Geräte hinweg konstant gehaltene Menüführung. Kennst du ein LITECRAFT-Produkt, kannst du alle bedienen. Das war und ist ein Riesenvorteil. 

Es gab im Grunde keine Ruhezeiten. Ich sage gerne: 40 Jahre LMP sind mindestens 80 Jahre für einen Apotheker.

LMP [access]: Zu guter Letzt: Wo siehst du LMP in zehn oder 20 Jahren?

Uli Petzold: Ich hoffe, dass wir noch ein bisschen wachsen können. Das gute Auge und Ohr wird ausschlaggebend sein. Wir müssen nach vorne schauen, weiterhin Trends im Auge behalten und mitspielen. In solchen Momenten braucht es den Mut, da mitzuspielen – auch wenn das vielleicht mal in die Hose geht.

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